CHF - Schweizer Franken
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Offizielle Kurse: Schweizer Franken
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- EZB-Referenzkurse heute: die Kurse aller 29 Währungen, auch für jedes Datum seit 1999
- Jahresdurchschnitt Schweizer Franken: Durchschnittskurs pro Jahr und Monat seit 1999
Der Schweizer Franken ist die offizielle Währung und das gesetzliche Zahlungsmittel der Schweiz und Liechtensteins. Auch in der italienischen Exklave Campione d’Italia ist er weit verbreitet. Der Schweizer Franken ist der einzige Franken, der in Europa noch im Umlauf ist. Er ist in 100 kleinere Einheiten unterteilt: Rappen (Deutsch), Centimes (Französisch), Centesimi (Italienisch) bzw. Raps (Rätoromanisch). Der Währungscode CHF setzt sich aus CH für Confoederatio Helvetica, den lateinischen Namen der Schweiz, und F für Franken zusammen.
Den Franken gibt es als Banknoten und Münzen. Die Münzen werden von der Eidgenössischen Münzstätte Swissmint geprägt, die Banknoten gibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) aus. Um angesichts der vielen Landessprachen neutral zu bleiben, sind die Aufschriften auf den Münzen lateinisch. Wegen der außergewöhnlichen Stabilität der Schweizer Wirtschaft gilt der Franken als „harte Währung“ und ist in Zeiten großer wirtschaftlicher Unsicherheit eine beliebte Zuflucht.
Geschichte des Schweizer Frankens
Vor 1798 prägten in der Schweiz zahlreiche Kantone, Städte und Klöster eigene Münzen mit jeweils eigenem Nennwert und Münzsystem; im Umlauf waren unter anderem Taler, Gulden und Batzen. 1798 führte die Helvetische Republik erstmals eine einheitliche Währung ein: den Schweizer Franken, unterteilt in 10 Batzen oder 100 Rappen. Mit dem Ende der Helvetischen Republik 1803 ging das Münzrecht wieder an die Kantone über.
Viele Kantone orientierten sich dennoch am Franken. Neben den kantonalen Münzen war eine große Zahl ausländischer Münzen im Umlauf, und später gaben auch private Banken eigene Banknoten aus – das Geldwesen war entsprechend unübersichtlich.
Ein einfacheres Geldsystem entstand 1848, als die neue Bundesverfassung festlegte, dass nur noch der Bund Geld herausgeben darf. Weniger als zwei Jahre später trat das erste eidgenössische Münzgesetz in Kraft, das den Franken zur offiziellen Währungseinheit der Schweiz machte. Sein Wert wurde im Verhältnis 1:1 an den französischen Franc gekoppelt, und er ersetzte alle bisherigen kantonalen Währungen; 1865 trat die Schweiz der Lateinischen Münzunion bei. Lange Zeit war der Franken an Gold gebunden, und die Banknoten mussten zu 40 % durch Goldreserven gedeckt sein. Diese Goldbindung wurde mit der neuen Bundesverfassung, der das Volk 1999 zustimmte, und dem Währungsgesetz von 2000 aufgehoben.
Münzen
Ab 1850 gab es Münzen zu 1, 2, 5, 10 und 20 Rappen sowie zu ½, 1, 2 und 5 Franken. Die kleinen Rappenmünzen bestanden aus Bronze, die 5-, 10- und 20-Rappen-Münzen zunächst aus Billon (einer Silberlegierung mit geringem Silbergehalt) und die Frankenmünzen aus Silber. Später wurden die Billonmünzen durch Münzen aus Kupfernickel bzw. Nickel ersetzt. Seit 1968 werden auch die Frankenmünzen nicht mehr aus Silber, sondern aus Kupfernickel geprägt.
Die 2-Rappen-Münze ist seit 1978 kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, die 1-Rappen-Münze seit 2007; sie spielte im Zahlungsverkehr schon lange kaum noch eine Rolle. Heute gibt es Münzen zu 5, 10 und 20 Rappen sowie zu ½, 1, 2 und 5 Franken. Die Gestaltung der Münzen hat sich über Jahrzehnte kaum verändert. Auf den Münzen zu ½, 1 und 2 Franken ist die stehende Helvetia von einem Kranz aus Sternen umgeben – einem für jeden Kanton. Nach der Gründung des Kantons Jura wurde er 1983 von 22 auf 23 Sterne erweitert.
Banknoten
Seit ihrer Gründung 1907 gibt die Schweizerische Nationalbank Banknoten aus; nach einer Übergangszeit ist sie die einzige Stelle, die dies darf. Zunächst kamen Noten zu 50, 100, 500 und 1.000 Franken in Umlauf, in den folgenden Jahren auch Noten zu 5, 10 und 20 Franken. In den 1990er-Jahren wurde die 500-Franken-Note abgeschafft und die 200-Franken-Note eingeführt.
Die sechste Serie, ab 1976 ausgegeben, zeigte berühmte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft. Diese Noten sind kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr, können aber seit 2020 zeitlich unbegrenzt bei der Nationalbank umgetauscht werden.
Die siebte Serie wurde als Reserve gedruckt, für den Fall, dass die umlaufende Serie in großem Stil gefälscht würde. Nachdem die Nationalbank neue Sicherheitsmerkmale entwickelt und das Konzept einer Reserveserie aufgegeben hatte, wurde sie vernichtet. Die achte Serie mit ihrem ungewöhnlichen, hochformatigen Design und Porträts von Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur kam ab 1995 in Umlauf und enthielt umfangreiche Sicherheitsmerkmale. Seit 2016 wird die neunte Serie ausgegeben; die achte Serie wurde 2021 zurückgerufen und kann ebenfalls unbegrenzt bei der Nationalbank umgetauscht werden. Heute gibt es Banknoten zu 10, 20, 50, 100, 200 und 1.000 Franken. Alle Banknoten sind viersprachig beschriftet.