NOK - Norwegische Krone

Währungsrechner: Norwegische Krone

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Offizielle Kurse: Norwegische Krone

EZB-Referenzkurs vom 09.10.2026: 1 Euro = 10,7155 NOK. Jahresdurchschnitt 2025: 1 Euro = 11,7173 NOK.

Die Norwegische Krone ist die offizielle Währung Norwegens. Ihr Währungszeichen ist „kr“, ihr ISO-Code NOK. Ausgegeben wird sie von der norwegischen Zentralbank, der Norges Bank. Die Mehrzahl lautet auf Norwegisch „kroner“; eine Krone ist in 100 Øre unterteilt. Übersetzt bedeutet „krone“ schlicht „Krone“.

Verbreitung

Die Norwegische Krone gilt in Norwegen einschließlich Spitzbergen (Svalbard), der norwegischen Inselgruppe im Nordpolarmeer. In schwedischen Grenzorten wird sie im Handel oft ebenfalls angenommen, denn viele Norweger kaufen wegen der niedrigeren Preise jenseits der Grenze ein.

Geschichte der Norwegischen Krone

Ende des 14. Jahrhunderts entstand eine Union zwischen Norwegen und Dänemark, in der das dänische Münzsystem auch in Norwegen galt. Die erste Notenbank des Doppelreichs, die private Kurantbank in Kopenhagen, wurde 1736 gegründet. Sie gab Papiergeld aus, dessen Menge nicht ausreichend begrenzt war – die Währung verlor entsprechend an Wert.

Um das Problem zu lösen, wurde 1791 die Den Danske og Norske Speciesbank gegründet. Auch sie konnte die Geldordnung nicht dauerhaft sanieren; vor allem während der Napoleonischen Kriege verlor das Papiergeld stark an Wert.

1814 löste sich Norwegen aus der Union mit Dänemark und ging eine neue Union mit Schweden ein, behielt aber ein eigenes Geldwesen. 1816 wurde die Norges Bank gegründet und der Speciedaler als eigene Währung eingeführt. 1875 trat Norwegen der Skandinavischen Münzunion bei und führte dabei die goldgedeckte Krone ein, die den Speciedaler ablöste.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 zerfiel die Münzunion faktisch. Norwegen, Dänemark und Schweden behielten jedoch jeweils die Krone als Währung. In den 1930er-Jahren wurde die Norwegische Krone an das Pfund Sterling und 1939 an den US-Dollar gebunden, nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen des Bretton-Woods-Systems. Nach dessen Ende Anfang der 1970er-Jahre war die Krone an Währungskörbe gekoppelt; seit 1992 ist ihr Wechselkurs frei.

Münzen und Banknoten

Die Norges Bank ist seit 1816 für die Krone zuständig. Sie gibt Banknoten und Münzen aus und legt deren Gestaltung fest. Es gibt Banknoten zu 50, 100, 200, 500 und 1.000 Kronen. Seit 2017–2019 ist eine neue Serie mit dem Thema Meer im Umlauf. Die Vorgängerserie ist kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr und kann nur noch bei der Norges Bank umgetauscht werden. Sie zeigte bedeutende Persönlichkeiten der norwegischen Kultur und Wissenschaft:

  • 50 kr: Porträt des Märchensammlers und Schriftstellers Peter Christen Asbjørnsen. Die Rückseite ist seiner Erzählung „Eine Sommernacht im Krokskogen“ gewidmet.
  • 100 kr: Porträt der Opernsängerin Kirsten Flagstad. Auf der Rückseite ist ein Opernsaal abgebildet.
  • 200 kr: Porträt des Physikers Kristian Birkeland. Die Rückseite ist seinem bekanntesten Forschungsgebiet gewidmet, dem Polarlicht.
  • 500 kr: Porträt der Schriftstellerin Sigrid Undset. Auf der Rückseite ist ein Brautkranz zu sehen, angelehnt an ihren Roman „Der Kranz“.
  • 1.000 kr: Porträt des Malers Edvard Munch. Die Rückseite zeigt einen Ausschnitt aus seinem Gemälde „Die Sonne“.

Die ersten norwegischen Münzen wurden um das Jahr 1000 geprägt und waren Nachbildungen englischer Münzen jener Zeit. Heute gibt es Münzen zu 1, 5, 10 und 20 Kronen; die 50-Øre-Münze wurde 2012 abgeschafft, sodass die Øre nur noch als Rechengröße existiert. Die 1- und 5-Kronen-Münzen sind silberfarben, die 10- und 20-Kronen-Münzen goldfarben.

Auf den Münzen finden sich Motive aus der norwegischen Tradition: König Harald V. bzw. sein Monogramm, das Dach einer Stabkirche und ein Wikingerschiff.

Norwegens Wirtschaft

Norwegen ist eine vergleichsweise kleine, aber sehr wohlhabende Volkswirtschaft mit hohem Staatsanteil.

Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist die norwegische Wirtschaft kräftig gewachsen. Wasserkraft, Fischerei und Aquakultur, eine bedeutende Handelsschifffahrt und vor allem die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Nordsee machen das Land zu einer robusten Wirtschaftsmacht. Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft fließen zu einem großen Teil in den staatlichen Pensionsfonds, einen der größten Staatsfonds der Welt. Die Bevölkerung genießt einen hohen Lebensstandard und ein im europäischen Vergleich hohes BIP pro Kopf.

Eine wichtige Grundlage dieses Wohlstands ist ein gut ausgebauter Sozialstaat.


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